News

Welt-Premiere: Erster Tadano GTC-1800EX Teleskop-Raupenkran geht an Steil Kranarbeiten - Hersteller und Kunde knüpfen hohe Erwartungen an den neuen Tadano Raupenkran aus Zweibrücken.

Dieser Moment war für beide Unternehmen etwas Besonderes: Für die Firma Steil Kranarbeiten aus Trier, weil sie den weltweit ersten ausgelieferten Tadano GTC-1800EX übernahm und für Tadano, weil dieser Kran als erster sinnbildlich für die Integration der Marken Tadano und Demag steht: Er wurde bei Tadano Demag in Zweibrücken entwickelt, wird dort gebaut und unter dem Markennamen Tadano vertrieben. Entsprechend hochrangig fiel die Übergabe in Zweibrücken aus: Von der Firma Steil waren die Geschäftsführerin Birgit Steil und Karl Trippel gemeinsam mit einem Kran- und LKW-Fahrer angereist. Und von Tadano waren Geschäftsführer Jens Ennen sowie Sales Manager Frank Brachtendorf vor Ort. Gemeinsam mit Tadano Produktmanager, Vincent Stenger, erläutern die Anwesenden, welche Erwartungen sie als Kunde und als Hersteller an den Kran knüpfen:

Steil: Durch den Einsatz des GTC-1800EX rechnen wir inerster Linie mit einer signifikanten Zeit- und Kostenersparnis. Vor allem wegen der kurzen Rüstzeiten und der logistischen Vorteile beim Transport. Da der Kran zudem sehr flexibel ist, werden wir ihn vornehmlich auf engen Baustellen und in schwierigem Gelände einsetzen. Hier bietet er mit seinem intelligenten Steuerungssystem IC-1 Plus den Vorteil einer automatischen Ermittlung der zulässigen Tragfähigkeit unter Berücksichtigung von Faktoren wie Bodenneigung oder Spurverstellung.

Stenger: Das ist in der Tat eine besondere Stärke des GTC-1800EX. Als echte Teleraupe bietet er enorme Tragfähigkeiten selbst bei bis zu 4° Schräglage. Er ist konsequent transportfreundlich konstruiert und benötigt nur einen kompakten 3 x 3 Meter Schwertransport plus vier Standard-LKW für die Fahrt auf eine Baustelle. Dort ist er dann mit wenigen Arbeitsschritten schnell gerüstet. Sein leistungsstarker Unterwagen mit hoher Vortriebskraft und die stufenlose, bei Bedarf auch asymmetrische Spureinstellung macht ihn unter allen Geländebedingungen extrem flexibel einsetzbar.

 

”Der GTC-1800EX ist ein unglaublich vielseitig einsetzbarer Kran.”

 

Wo sehen Sie konkret die potentiellen Einsatzbereiche dieses neuen Raupenkrans?

Steil: Wir werden ihn zunächst hauptsächlich bei Windkraftprojekten als Hilfskran für unseren Demag CC 3800 nutzen. Aber auch bei der Montage von Betonfertigteilen wird er uns gute Dienste leisten. Speziell hierfür haben wir den Kran bewusst mit zwei Winden geordert.

Stenger: Der GTC-1800EX ist konstruktiv so ausgelegt, dass er weltweit in nahezu allen Industriebereichen einsetzbar ist: Im Hoch- und Tiefbau für die Montage von Fertigbetonteilen, Brücken oder Tunneln, in der Windkraft als Rüst- und Vormontagekran oder auch bei der Wartung beispielsweise großer Bergbauanlagen.

 

Welche Bedeutung hat der GTC-1800EX für Tadano Demag und die Integration beider Unternehmen?

Stenger: Mit dem GTC-1800EX haben wir einen enorm leistungsfähigen und höchst wettbewerbsfähigen Raupenkran auf den Markt gebracht. Wir sind von unserem Entwicklungskonzept und dessen bisherigem Ergebnis so überzeugt, dass wir in Deutschland zurzeit eine Roadmap erarbeiten, um weitere GTC-Modelle auf den Markt zu bringen. Dies geschieht in Abstimmung mit der Tadano GTC-Produktlinie, die in den USA entwickelt wird.

Ennen: Der GTC zeigt, wie innovativ wir sind und dass unser Konzept der Kundeneinbindung Früchte trägt. Es genügt nicht, einfach nur Innovationen anzubieten. Man muss die Kunden in den Entwicklungsprozess einbinden. Nur so kann man das entwickeln, was sie brauchen. Hierfür ist der GTC-1800EX ein überzeugendes Beispiel. Und ich freue mich sehr, dass die Firma Steil die erste Maschine übernommen hat. Das Unternehmen ist ein wichtiger Kunde, der mit diesem Kauf sein Vertrauen in unsere Produkte und unsere Firma bestätigt.

 

Was in Zeiten wie diesen ja ganz besonders wichtig ist. Wie stellt sich für Sie und Ihre Unternehmen die aktuelle Situation dar?

Steil: Aufgrund der Corona Pandemie ist die aktuelle Situation für uns alle natürlich sehr herausfordernd. Wir bewerten die aktuelle Lage wöchentlich neu und leiten daraus gegebenenfalls Maßnahmen ab, um flexibel auf alle Entwicklungen reagieren zu können. Unsere oberste Priorität ist es, Mitarbeiter und Kunden bestmöglich zu schützen. Insgesamt können wir mit der Situation jedoch noch sehr zufrieden sein, da uns die Shutdown-Maßnahmen bisher kaum betroffen haben.

 

”Wir stehen zu Tadano Demag!”

 

Und wie bewerten Sie die momentane Situation bei Tadano?

Steil: Wir kennen Tadano Demag als kompetenten und zuverlässigen Kranhersteller. Deshalb vertrauen wir darauf, dass das Unternehmen gesund aus dem Schutzschirmverfahren heraustreten wird. Für uns ist es wichtig, dass Tadano Demag weiterhin erhalten bleibt und wir beabsichtigen, auch in Zukunft dort Krane zu kaufen.

Ennen: Für uns ist es natürlich sehr wichtig, dass unsere Kunden weiterhin zu uns stehen. Das ist nach wie vor der Fall. Wir nutzen das Schutzschirmverfahren, um einen Sanierungsplan auszuarbeiten. Dieser wird die Wettbewerbsfähigkeit von Tadano Demag und Tadano Faun sichern, indem wir Synergien über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg noch besser nutzen, die Produktion langfristig optimieren und die Durchlaufzeiten verkürzen werden. Davon werden natürlich auch unsere Kunden spürbar profitieren – der GTC-1800EX ist erst der Anfang unsereer Integration!

Seine erste Bewährungsprobe hat der GTC-1800EX bei der Firma steil übrigens bereits mit Bravour gemeistert: Direkt nach der Übergabe ging es für ihn auf einen Windpark im Schwarzwald, wo er Rotorblätter gehoben hat und den dort ebenfalls im Einsatz befindlichen Demag CC 3800-1 nach dessen letzten Hub abgebaut hat – ganz so, wie man es sich bei Steil vorgestellt hatte.

Pressebilder runterladen

Von links nach rechts: Bernd Köhler onroad Begleitfahrer, Andreas Blankenburg onroad Lkw-Fahrer, Frank Brachtendorf Tadano Sales Manager, Birgit Steil, Karl Trippel beide Steil, Jens Ennen Tadano Demag CEO, Matthias Ferres Steil Kranfahrer.


Von links nach rechts: Birgit Steil und Jens Ennen.